Was passiert nach der Grauen-Star-Operation?

Meist wird ein Grauer Star operativ behandelt, wodurch sich Brillenwerte nochmals grundlegend ändern. Aber wie geht es danach weiter?

Was ist ein Grauer Star?

Der Graue Star wird auch Katarakt genannt und ist eine altersbedingte Trübung der Augenlinse, welche meist ab 70 Jahren auftritt. Jedes Auge wird davon betroffen sein, manche früher und manche später. Dies hängt oft mit der Menge an UV-Strahlung zusammen, der das Auge im Leben ausgesetzt war.

 

Man erkennt den Star beim betrachten der Linse an einem grauen Schleier. Betroffene selbst merken es sehr lange nicht, da die Linse sich langsam verändert. Die Sehleistung und Schärfe nimmt zunehmend ab, sodass die Orientierung im Dunkeln schwierig wird. Zudem kann das Licht sich in der milchigen Linse streuen und dadurch unangenehm blenden.

 

Regelmässige Besuche beim Fachoptiker oder Augenarzt sind wichtig, um einen möglichen beginnenden Grauen Star zu erkennen und dessen Fortschreiten zu beobachten. Dadurch kann zum passenden Zeitpunkt die Behandlung erfolgen.

Wie wird der Graue Star behandelt?

Der Graue Star wird heute operativ vom Augenarzt behandelt. Diese Operation gehört zu den Standardeingriffen und zählt in der Schweiz mit über 100'000 Durchführungen im Jahr zu den häufigsten Augenoperationen.

Um den Grauen Star zu behandeln, wird die betroffene Linse durch eine künstliche Linse ersetzt. Beim Eingriff wird die alte Linse mittels Ultraschall aufgelöst und durch eine feine Kanüle abgesaugt. Danach wird eine neue, künstliche Linse eingesetzt.

Satz gestrichen

Es gibt unterschiedliche Linsentypen, die unbedingt mit dem Patienten vorgängig besprochen werden müssen. Auch sollte dieser mit seiner Krankenkasse in Kontakt treten, um die jeweilige Beteiligung zu erfahren.

Nach der Operation ist die Welt wieder etwas klarer. Vor allem aber auch heller und alles erscheint am Anfang bläulicher, in den ersten Tagen hilft da eine Sonnenbrille ganz gut.

Provisorische Gläser während der OP-Zeit

Intraokularlinsen mit Nahsicht

Mit dem Versprechend ass man dem Brillentragen entgehen könne, werden heute auch Intraokularlinsen angeboten, die eine Nahsicht ermöglichen.

Dabei gibt es viele verschiedene Systeme und neue kommen regelmässig dazu. Ein solcher Eingriff sollte aber wohlüberlegt sein. Denn Solche Implantate können nicht so einfach wieder ausgetauscht werden , falls etwas nicht zufriedenstellend ist. es währe jedes mal wieder ein Operation nötig.,

Dazu ist bei den meisten Systemmen ein Kontrastverlust in der Ferne festgestellt worden. Dadurch kann in der Dämmerung oder bei schlechtem Wetter das Autofahren Schwirig werden.

 

Wichtig ist, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich auch über die Risiken zu informieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und mit Ihrem Fachoptiker, der Ihre Augen schon seit vielen Jahren kennt, um zur für Sie optimalen Lösung zu kommen. 

Brillenträger werden während einer Star-Operation oft vor eine logistische Herausforderung gestellt. Denn nach dem Austausch der Augenlinsen ändert sich die Korrektur massgeblich und die alten Gläser können nicht mehr gebraucht werden.

 

Einerseits werden meist ein Auge nach dem anderen, mit ein paar Wochen Abstand operiert. Anderseits können die definitiven Brillenwerte erst sechs Wochen nach der Operation bestimmt werden, da das optische System Zeit braucht, um sich einzupendeln.

 

Für die Wochen zwischen den Operationen und die Wartezeit danach können beim Optiker oft gute Angebote für provisorische Gläser in Anspruch genommen werden.

Trotz Operation noch eine Brille?

Sind beide Linsen ausgetauscht und die sechs Wochen vorbei, kann ein aussagekräftiger Sehtest gemacht werden. Beim Austausch der Linse versucht man entweder die Fernkorrektur zu optimieren, damit Sehen in die Ferne ohne Brille möglich wird, oder das Sehen in die Nähe ohne Brille zu ermöglichen. Das Erreichen dieser Ziele ist dabei aber nicht immer möglich.

In der Regel bleiben immer Restkorrekturen nach einer Staroperation übrig, die mit einer Brille korrigiert werden. Wer vor der Operation eine Gleitsichtbrille getragen hat, dem ist auch danach mit einer Gleitsichtbrille am wohlsten. Dann ist das Sehen wieder auf alle Distanzen und in der gewohnten Blickrichtung deutlich und entspannt.

 

Da die künstlichen Augenlinsen meisst (Ausnahme Grüne Infobox) keine eigenen Einstellmöglichkeiten haben, sondern immer nur auf eine Distanz eingestellt sind. geht damit die gewohnte Dynamik des Sehens verloren. Mit einer Gleitsichtbrillen kann diese wieder hergestellt werden.

 

Damit ist man nicht nur modisch unterwegs, sondern schützt auch seine Augen vor Wind, UV-Licht und Fremdkörpern

Finden Sie einen Optiker in Ihrer Nähe

Damit eine Gleitsichtbrille perfekt funktioniert  ist eine persönliche Beratung zu empfehlen. Dafür steht Ihnen unser Netzwerk von über 100 Schweizer Augenoptiker zur Verfügung.