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Varilux, wie die Geschichte begann

Aktualisiert: Apr 29

1959 wurde unter dem Namen Varilux das erste Gleitsichtglas vorgestellt. Die Erfindung von Bernard Maitenaz, ermöglichte es erstmals gleitend in alle Distanzen zu sehen. Bis heute ist der Begriff Varilux bei Brillenträgern bekannt und steht für Gleitsichtgläser mit gutem Tragegefühl.


Ein inspirierender Wettkampf führt zum Durchbruch.


Als Bernard Maitenaz Ende der 1940er Jahre als Forschungsingenieur bei der Société des Lunetiers zu arbeiten begann, war ihm wohl noch nicht klar, dass er mit seiner Erfindung dereinst die Zukunft des Brillenglases prägen würde.


Dazu beigetragen hat allerdings auch ein äusserst inspirierender Wettkampf zwischen zwei Unternehmen: Die Pariser Société des Lunetiers war Mitte des 19. Jahrhunderts als Kooperative aus 13 Arbeitern gegründet worden. Mitte der 1950er Jahre befand sich die Société des Lunetiers (später Essel) in stetigem Wettkampf mit ihrem direkten Konkurrenten, der Société Industrielle de Lunetterie (später Silor) der Gebrüder Lissac.


Die Firmen prägten zum einen mit technischen Innovationen wie zum Beispiel der Entwicklung der ersten Linse aus organischem Plexiglas (Lissac, 1954) die Optikbranche und lieferten sich auch in Sachen Distribution und Verkaufskanäle ein wahres Rennen.


Dass beide Firmen 1972 unter dem Namen Essilor in einem Unternehmen verschmelzen würden, konnte sich damals sicher noch niemand vorstellen.


Varilux, die Vision wird Wirklichkeit.


Mitten in diesem befruchtenden Wettkampf präsentierte der junge Ingenieur Maitenaz 1959 im Rahmen eines Kongresses schliesslich das erste Gleitsichtglas, veröffentlicht unter dem Namen Varilux.


Varilux war das Ergebnis jahrelanger Forschung und eine wahre Revolution! Bislang waren nur Bifokal-Gläser für nahe und weite Distanzen erhältlich gewesen. Das Gleitsichtglas ermöglichte es den Trägern erstmals, auf nahe, mittlere und weite Distanzen zu sehen. Dabei sorgten die gleitenden Übergänge dafür, dass der unangenehme «Sprung» zwischen den Korrekturen weitaus weniger spürbar war.


Die Forschung geht weiter


Seither trieb man bei Essilor diese Vision mit neuen Technologien stetig voran: Immer kürzere Angewöhnungszeiten und kaum spürbare Übergänge sollten für optimalen Komfort bei den Trägern sorgen.


So gehört auch Essilor mit den Varilux Gläsern heute zu den führenden Herstellern von individualisierten Gleitsichtgläsern.


Was einst mit dem Varilux begann, wurde bis heute von vielen Glasherstellern weiterentwickelt. Ein Wettbewerb der die Innovation weiter fördert und damit auch unser Sehen stetig verbessert.

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