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Was kostet eine Gleitsichtbrille?

Aktualisiert: Sept 18

Wieviel sollte man für eine gute Gleitsichtbrille beim Optiker bezahlen? Ein Gefühl dafür zu bekommen ist nicht immer ganz einfach. Auch desshalb weil es ein Produkt ist, dass es in sehr vielen Variationen gibt, und von der günstigen Aktionsbrille bis zum Highendprodukt alles möglich ist.


Desshalb kosten Gleitsichtbrillen etwas mehr


Wer bis anhin eine Einstärkenbrille getragen hat und jetzt seine erste Gleitsichtbrille verschrieben bekommt, kann über den neuen Preis ins Staunen geraten. Eine Gleitsichtbrille vereint mehrere Korrekturen in einem Glas, das ist nötig, da man ab 40 Jahren zu seiner üblichen Sehkorrektur auch eine Unterstützung brauch, um in die Nähe scharf sehen zu können. Personen welche keine Brille tragen können dazu eine Lesebrille verwenden, bei Brillenträgern würde dies aber zu einem dauernden Brillenwechsel führen.


Gleitsichtgläser sind daher viel komplexer aufgebaut. Nicht nur wird sehr viel Forschungszeit in die Entwicklung neuerer Gläser mit besseren Sehkomfort investiert auch in der Vermessung und Fertigung benötigen die Gläser mehr Aufmerksamkeit.


Mal abgesehen von der Brillenfassung, welche in einem Preisrahmen zwischen 20 und 1000 Franken liegen kann, bezahlt man für ein Paar Gleitsichtgläser zwischen 300 und 1300 Franken.



Worin liegen die Preisunterschiede?


Bei einer Preispanne von 1000 Franken stellt sich natürlich die Frage wo denn die Unterschiede zu finden sind und ob sich eine höhere Investition auch lohnt. Der Preis wird vor allem von folgenden zwei Faktoren beeinflusst:


Die Glasdicke (Ästhetik)


Dieser Preisunterschied ist bei Einstärken- und Mehrstärkenbrillen zu finden. Für die Fertigung von Brillengläser werden heute meist spezielle Kunststoffmaterialien eingesetzt. Diese Kunststoffmaterialien unterscheiden sich in ihrer Beschaffenheit (Brechungsindex) und beeinflussen desshalb das Licht, das durch sie hindurch geht, anders. Deshalb gibt es Materialien welche dünner gefertigt werden können, und trotzdem die gleiche Korrektur haben.


Dünnere Gläser kosten mehr, aber Menschen, welche eine hohe Sehkorrektur (Dioptrienwerte) haben, profitieren sehr davon. Denn je höher die Korrektur ist, umso dicker würden die Gläser bei gleichem Material. Damit die Brille auch bei hoher stärke ästhetisch aussieht, kann der Aufpreis für ein dünneres Kunststoffmaterial sehr lohnenswert sein.



Das Gleitsichtdesign (Sehkomfort)


Dieser Preisunterschied beschränkt sich auf Mehrstärkenbrillen. Das Design der Oberfläche eines Mehrstärkenglases hat einen grossen Einfluss auf den Sehkomfort. Diese Oberflächendesigns werden stetig weiterintwickelt und verbessert.


Heutige Fertigungstechniken berücksichtigen über 10 Parameter welche mittels Computer am Kunden und seiner neuen Brille vermessen werden. Danach wird aufgrund dieser Information ein Glas gefertigt, welches in über 30'000 Durchblickspunkten die perfekt errechnete Korrektur aufweist.


Durch die unterschiedlichen Korrekturen, welche ein Gleitsichtglas abdeckt, entstehen auch unscharfe Bereiche. Diese werden an Stellen im Glas platziert, welche im Alltagsgebrauch üblicherweise nicht genutzt werden. Durch die anhaltende Optimierung sollen diese Bereiche minimiert werden und so dem Brillenträger einen möglichst hohen Sehkomfort bieten.

Die Bedürfnisse entscheiden


Bei der Wahl der richtigen Gleitsichtgläser sind die Bedürfnisse entscheidend. Einerseits sollte man sich die Frage stellen wie wichtig einem guter Sehkomfort ist und zusätzlich sollte man sich bei höheren Korrekturen auch über die Glasdicke Gedanken machen. Solche Bedürfnisse sollen unbedingt dem Augenoptiker mitgeteilt werden, So kann dieser eine Empfehlung für das optimale Produkt abgeben, wodurch man für sein Geld bekommt, was man sich wünscht.

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